Dienstag, 21.01.2020, 19.30 Uhr in der Christuskirche – Trallalleros

Andrea Friedhofen, Maria Martin, Bernhard Martin, Armin Müller, Peter Heel

Bei den Trallalleros hat Heimat ihre Biederkeit verloren.

Die fünf MusikerInnen spielen echt, authentisch und unmittelbar. Da schluchzt die Klarinette im schrägen Klezmerklang, um gleich danach im Polkafieber die Beine zum Zucken zu bringen. Da erklingt eine osteuropäische Melodie zu Allgäuer Mundart, und gleich wieder wird gejodelt im 7/8 Takt und mit Bluesfeeling.

Das Instrumentarium ist bodenständig und vielfältig. Ob Akkordeon oder Geige, Hackbrett oder Tuba, Klarinetten, Gitarren, Kontrabass und Allerlei, auf dem geklopft und getrommelt wird. Wenn das alles den Trallalleros zu wenig wird, werden die Instrumente beiseite gelegt und es wird gesungen, gejodelt und gerappt. Dann sind die selbstgemachten Texte manchmal lyrisch, doch meistens umwerfend und komisch.

Auch die Arrangements sind selbstgemacht und in ihnen lässt sich der Charakter der Band erkennen: Spielfreude, Witz und Experimentierlust. Zwischen barocker Opulenz und radikaler Reduzierung.

Einen Stromanschluss braucht die Band nicht. Mikrofone und Verstärker werden abgelehnt. Doch trotzdem rockt die Musik, die Spielfreude reißt mit, der Funke springt über. Diese Musik ist handgemacht und echt, das spürt man.

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