Vesperkirche Memmingen beim Markt der Möglichkeiten

Memmingen, 04.05.2022 – Vor einem Monat endete erfolgreich die Vesperkirche 2022 und schon steht das Organisationsteam wieder im Planungsendspurt. Aber dieses Mal als Teil von etwas ganz Großem.

Vesperkirche als Akteur bei Markt der Möglichkeiten

Im Rahmen der Verleihung des „Memminger Freiheitspreises 1525“ in der St. Martins Kirche, den der Autor und Journalist Prof. Dr. Heribert Prantl für seine Verdienste um die Pressefreiheit erhält, findet am 21. Mai von 10 bis 16 Uhr auch der Markt der Möglichkeiten in der Memminger Innenstadt statt – vom Roßmarkt über den Weinmarkt bis zum Manghausplatz. Dieser „Markt“ soll bürgerschaftlichem Engagement im Zusammenhang mit Freiheit eine Bühne bieten – viele Organisationen setzen sich aktiv für Freiheitsrechte ein und das soll noch sichtbarer werden.

Zu diesen Organisationen zählt auch die Vesperkirche des Dekanats Memmingen, der Diakonie Memmingen und der Christuskirche. Deshalb sind wir auch mit einem Essenstand vor Ort und sorgen für eine warme Mahlzeit, Kaffee und Kuchen. „Vor 500 Jahren hat die Memminger Versammlung der schwäbischen Bauern gefordert, dass alle Menschen gleich behandelt werden sollen. Die Vesperkirche setzt mit ihrer Arbeit genau das um. Das Motto „Jeder is(s)t hier richtig…“ bringt genau das zum Ausdruck. Als Kirche und Diakonie stehen wir für dieses gleichwertige Miteinander ein“, findet Dekan Christoph Schieder.

Auch Stefan Gutermann findet: „Freiheitsrechte und Vesperkirche passen sehr gut zusammen. Unsere Ziele sind es Gemeinschaft zu leben, Menschen etwas Gutes zu tun, zusammen zu lachen, reden und zuzuhören. Genau diese einfachen Dinge, die viele Menschen missen, sind wichtig, um in Freiheit und Frieden zu leben.“

21 Organisationen bieten Mitmach-Aktionen, Hintergrundwissen und Inspirationen rund um das Thema „Freiheitsrechte“

Wer die Vesperkirche in Form einer Spende unterstützt oder währenddessen bereit ist auch mehr für sein Essen zu zahlen, ermöglicht anderen Menschen mit einem kleinen Geldbeutel eine günstige und gute Mahlzeit.

Spendenkonto – Verwendungszweck „Vesperkirche Memmingen“

• Diakonisches Werk Memmingen e. V. | VR Bank Memmingen |    IBAN: DE13 7319 0000 0000 0556 03

• Evang.-Luth. Gesamtkirchengemeinde Memmingen | Sparkasse Memmingen |

  IBAN: DE53 7315 0000 0810 2005 50

„Die Kirche ist da – mit Schweinebraten“: Vesperkirche Memmingen war ein voller Erfolg

Vom 13.-27. März fand in der Christuskirche die Vesperkirche statt, die erfolgreicher verlief, als man während der Planungen noch vermutete. Aufgrund der pandemischen Lage gab es weder ein buntes Kulturprogramm noch ein großes Miteinander. Stattdessen wurden warme Mahlzeiten verteilt und eine nette Atmosphäre an Stehtischen vor der Kirche geschaffen – und dieses Konzept der etwas anderen Vesperkirche erwies sich als erfolgreich. 

Über 4000 Essen verteilt

Zu Beginn der Vesperkirche hatte man für den Eröffnungstag mit 100 Essen gerechnet, während der Planung sogar mit 75. Allerdings waren die bestellten 100 Essen nach einer Stunde verteilt. Laut Schätzungen hätte man bereits am ersten Tag der Vesperkirche um die 200 Essen ausgeben können. Im Laufe der zwei Wochen  wurden es teilweise über 300 Essen am Tag. „Wir haben ca. 4300 Essen in den 15 Tagen verteilt. Oft haben die bestellten Portionen nicht ausgereicht, sodass wir unter der Woche nachbestellt haben. Mit diesem Ansturm hätten wir ehrlich gesagt nicht gerechnet. Dass diese Vesperkirche so ein Erfolg war, freut uns natürlich und auch die Gäste waren sehr zufrieden – was die Hauptsache ist“, so Organisationsleiterin Manuela Walcher. „Die meisten Besucher*innen, waren Menschen mit kleinem Geldbeutel – in etwa 70%. So kommen pro Essen ungefähr zwei bis drei Euro in die Kasse“, erklärt sie weiter.

Das übriggebliebene Essen vom letzten Vesperkirchentag wurde im Anschluss im Erlenweg verteilt. „Da war die Freude besonders groß“, erzählt Manuela Walcher. Wir kamen mit dem Essen und plötzlich rief ein Mann den anderen Bewohnern zu ‚Die Kirche ist da mit Schweinebraten‘ und innerhalb weniger Augenblicke waren die 32 Portionen verteilt. Diese Begegnung war für mich persönlich ein  bewegender Abschluss für die diesjährige Vesperkirche“, betont sie.

Ohne Ehrenamt keine Vesperkirche

Dass die Vesperkirche anders verlaufen wird, war auch im Bereich Ehrenamt schnell klar, erklärt Diakonin und Ehrenamtsbeauftragte Sabrina Schade. Doch auch, dass die Vesperkirche ohne ehrenamtliche Hilfe nicht denkbar wäre. „So haben wir anfangs eher mit einer geringen Anzahl an Helfenden geplant – wir wussten ja nicht, wie unser diesjähriges Angebot angenommen wird. Doch Gott sei Dank ist auf unsere Ehrenamtlichen Verlass und es haben sich schon im Vorfeld viele Menschen auf die Liste von Ersatzleuten setzen lassen. So wurden im Laufe der ersten Vesperkirchen-Tage viele Telefonate geführt und E-Mails geschrieben und die Zahl der ehrenamtlich Helfenden von anfangs geplanten vier Personen auf bis zu 12 pro Tag aufgestockt. Es ist wirklich ein Geschenk, dass alles so unkompliziert geklappt hat und mehr noch, dass sich alle Angefragten sogar so über ihren Einsatz gefreut haben, dass sie auch für andere Tage und auch für die nächste Vesperkirche Ihre Mithilfe angeboten haben. Das macht Mut und Freude, schon an die nächste Vesperkirche zu denken.“

„Schirmherrin Julia E. Schultz war auch vor Ort und hat mitgeholfen, wo sie nur konnte. „Ich bin das erste Mal bei einer Vesperkirche dabei und find‘s großartig. Auch was das Team hier auf die Beine gestellt hat. Besonders gefällt mir die offene Atmosphäre, welche die Menschen empfängt. Und während man auf ein tolles Mahl wartet, kann wenigstens kurz ein bissl „gemeinsam Sein“ genossen werden. Es ist schön, ein kleiner Teil davon sein zu dürfen und so freue ich mich bereits auf nächstes Jahr, wenn ich wieder Schirmherrin – dann bei einer Vesperkirche im hoffentlich großen Stil – sein darf.“

Begegnung und Seelsorge

Das Organisationsteam hatte zu Beginn Bedenken, ob diese „kleine“ Vesperkirche gut ankommen würde, da die Begegnung zu kurz kommen könnte. „Wir haben trotz Einschränkungen sehr viel Begegnung und nette Momente ermöglichen können. Während des Aufbaus und bei der Essensausgabe kommen wir mit den Besucher*innen ins Gespräch und auch an den Stehtischen oder beim Anstehen tauschen sich die Menschen aus und freuen sich auf die Begegnung. Dieses Miteinander in bewegten Zeiten bestätigt uns vom Planungsteam und auch die Ehrenamtlichen in unserem Engagement in den beiden tollen Wochen“, betont Manuela Walcher.

Neben dem Essen besteht auch das Angebot der Seelsorge und die wird sehr gut angenommen. „Ich spreche Besucher*innen an und komme schnell mit ihnen ins Gespräch. Besonders Menschen, die alleine leben, haben in ihrem Alltag wenig Gelegenheit zu erzählen, wie es ihnen geht und was sie bewegt. Manch einem ist die Seele schwer vor Sorgen. Da tut es gut, mit den eigenen Nöten gehört zu werden,“ erklärt Pfarrerin Katharina von Kietzell.

Engel in schwarzen Kutten zu Besuch

Da es kein Kulturprogramm gab, war die Freude umso größer, dass die Barber Angels wieder kostenlos Haare schneiden und frisieren konnten. Rund 60 Personen haben die Vesperkirche nicht nur mit einem vollen Magern, sondern auch mit einem frisch frisierten Kopf verlassen. Insgesamt 17 Angels waren vor Ort und haben sich bei wunderschönem Wetter um den reibungslosen Ablauf gekümmert.

Für nächstes Jahr startet die Planung auch schon bald. „Ja, es soll vom 5.-19. März 2023 eine Vesperkirche geben und hoffentlich wieder im großen Stil und buntem Rahmenprogramm und noch mehr Besucher*innen. Das ist unser großer Wunsch“, bestätigen die drei Träger Vorstand der Diakonie Memmingen Stefan Gutermann, Dekan Christoph Schieder und Pfarrer Holger Scheu.

Wer die Vesperkirche in Form einer Spende unterstützt oder währenddessen bereit ist auch mehr für sein Essen zu zahlen, ermöglicht anderen Menschen mit einem kleinen Geldbeutel eine günstige und gute Mahlzeit.

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Vesperkirche 2022 findet statt – aber anders

Ein Stück Vesperkirche für Zuhause

Memmingen, 15.02.2022 – 2G, Omikron, Quarantäne – während einer Pandemie zu planen, gestaltet sich schwierig. Das ist auch bei der Vesperkirche so, da auch hier zahlreiche Vorgaben aus Verantwortung für uns und unsere Mitmenschen beachtet werden müssen. Kulturangebote, gemeinsames Essen und Trinken, sich nahe kommen: all das ist derzeit nicht uneingeschränkt möglich. Trotzdem wird es eine Vesperkirche 2022 geben – wenn auch anders als gewohnt. Als Kirche und Diakonie möchten wir für bedürftige Menschen da sein und ein Zeichen setzen, dass man auf uns – gerade auch in schweren Zeiten – zählen kann. Deshalb gibt es dieses Jahr ein kleines Stück Vesperkirche für Zuhause.

Das Dekanat Memmingen, die Christuskirche und die Diakonie Memmingen planen vom 13. bis 27. März 2022 eine Vesperkirche mit Essensausgabe zum Mitnehmen und so viel Begegnung wie möglich vor den Toren der Christuskirche im Memminger Osten. Angeboten werden:

  • Warme Mahlzeit (1 Euro)                             
  • Seelsorge
  • Süßes Stückchen
  • Andachten zum Mitnehmen
  • Haarschnitt Barbers Angels (Ort und Uhrzeit noch nicht bekannt)
  • Gottesdienste

Alles, was aufgrund veränderter Vorgaben darüber hinaus möglich sein wird, werden wir rechtzeitig in der Presse und auf unserer Homepage www.vesperkirche-memmingen.de bekannt geben.

Die Vesperkirche ist ein ausschließlich spendenfinanziertes Projekt und wird getragen von freiwilligen Helferinnen und Helfern. Ein herzlicher Dank geht auch an Rhode und Schwarz GmbH & Co. KG, die uns dieses Jahr wieder mit Essen aus ihrer Betriebskantine beliefern.

Spendenkonto – Verwendungszweck „Vesperkirche Memmingen“

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Vesperkirche geht weiter!

Vom 13.03. bis 27.03.2022 ist die „Vesperkirche – ein Stück Zuhause“
in Memmingen

„Die Jahre 2020 und 2021 haben uns alle vor große Herausforderungen gestellt – im Beruf, innerhalb der Familie, zwischen den Generationen und im gesellschaftlichen Miteinander. Umso mehr freuen wir uns, dass wir bekannt geben können, dass die Vesperkirche nächstes Jahr wieder in der Christuskirche stattfinden kann. Dieses Mal unter dem Motto „Ein Stück Zuhause“, sagen die Träger der zweiten Vesperkirche in Memmingen, die Dekane Christoph und Claudia Schieder, Pfarrer der Christuskirche Holger Scheu sowie Diakonie Vorstand Stefan Gutermann.

Auch 2022 gilt wieder: Jede und jeder is(s)t hier richtig, unabhängig von Religion, Alter, Herkunft oder Geldbeutel. Die Vesperkirche bringt Menschen aus unterschiedlichen Lebensbereichen und Kontexten zusammen und lässt sie zu einer bunten Tischgemeinschaft werden.

„Da aktuell noch nicht absehbar ist, wie sich die Lage bis Mitte März entwickelt, werden Details über den Ablauf und die Angebote in den kommenden Monaten bekannt gegeben. Bitte beachten Sie die aktuellen Informationen in der Tagespresse, auf unserer Homepage, oder in den sozialen Netzwerken“, erklärt Manuela Walcher, die auch 2022 mit der Projektorganisation der Vesperkirche betraut ist.

Helfende Hände bei der Vesperkirche 2022
Auch 2022 wird die Arbeit der Organisatoren durch ein Team aus Ehrenamtlichen gestützt. „Gott sei Dank tragen so viele Menschen die Vesperkirche im Herzen mit! Mit Ihrer Hilfe können wir auch in diesen Zeiten das Gefühl der Solidarität und Gemeinschaft weiterleben lassen“, sagt Diakonin Sabrina Schade, ihres Zeichens Beauftragte für die ehrenamtlich Mitarbeitenden.

Die Schirmherrin Julia E. Schultz

Gemäß dem Motto „Ein Stück Zuhause“ ist die Schirmherrin der Vesperkirche 2022 gebürtige Memmingerin – ihre Heimat ist gefühlt die ganze Welt. Julia E. Schultz besuchte schon jeden Kontinent, schipperte über alle Weltmeere und bezwang zahlreiche Berggipfel. „Auch während einer Reise kann man in der Fremde ein Stück Zuhause finden. Für mich sind es mein Tagebuch und meine gestrickten Ringelsocken. Es dauert für mich in der Tat nicht lange irgendwo in einem Zelt  ein Stück Zuhause zu finden, aber ich vergesse nie wo ich herkomme und freue mich immer auf mein Zuhause im Allgäu“, betont Julia E. Schulz.

Die Vesperkirche wird auch 2022 ausschließlich durch Spenden finanziert!

Deshalb freut sich das Vesperkirchenteam über alle Spenden, die es ihnen ermöglichen, ihr Projekt auch unter den schwierigen Bedingungen durchzuführen. „Mit Ihrer Spende ermöglichen Sie uns Zeichen der Mitmenschlichkeit zu setzen!“, schließen Schieder und Gutermann ab.


Spendenkonto – Verwendungszweck „Vesperkirche Memmingen“

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Alle weiteren Infos finden Sie unter www.vesperkirche-memmingen.de.

Vesperkirche unterwegs – das findet statt!

Das kleine aber feine Rahmenprogramm der Vesperkirche unterwegs!

Memmingen, 26.02.2021– Die Corona-Pandemie zwang die Veranstalter der Vesperkirche unterwegs im Februar 2021 die Reißleine zu ziehen und zumindest das Essen To Go abzusagen. „Angesichts der aktuellen Lage und der geltenden Beschränkungen haben wir leider alles richtig gemacht“, sind sich die Dekane Claudia und Christoph Schieder sowie Diakonie Vorstand Stefan Gutermann einig.

Aber das Projektteam der Vesperkirche, das im Vorjahr die 1. Vesperkirche im südbayrischen Raum zu einem so großen Erfolg mit 7.000 ausgegebene Essen gemacht hat, hat wie nicht anders zu erwarten kleine aber feine Alterativen aufgetan.

„Das Gefühl des Miteinanders hat die Vesperkirche im Vorjahr zu diesem wertvollen Erlebnis gemacht. Das wäre heuer undenkbar gewesen. Aber unsere Gedanken sind bei den Menschen in Memmingen: ihrem Schicksal, dem von Corona geprägten Alltag, den großen Hürden denen wir gerade jetzt begegnen“, sagt Katharina von Kietzell, evangelische Pfarrerin der Diakonie Memmingen. Sie hat daher zwei geführte Stadtspaziergänge ins Leben gerufen mit dem Titel „Miteinander unterwegs sein in Corona-Zeiten“. Vom Martin-Luther-Platz bis zum Markplatz gehen die beiden Spaziergänge. Quer durch Memmingen, begleitet von spirituellen bzw. sozialpolitischen Gedanken, führt eine kleine Broschüre die direkt am Martin-Luther-Platz, vor dem Caroline-Rheineck-Haus und in den evangelischen Kirchen ausliegen.

Für die Jugendlichen hat sich die Evangelische Jugend im Dekanat Memmingen etwas einfallen lassen. Es wird hier in und um Ottobeuren einen Impulsrundweg geben mit dem Titel „Unterwegs im Leben“. Der Flyer dazu ist über die Vesperkirchen-Homepage www.vesperkirche-memmingen.de abrufbar.

Gottesdienste und Onlineandachten
„Was wir zudem möglich machen, ist ein Blick auf Gott, der uns weit und barmherzig führt. Von Gott, der Neuanfänge ermöglicht, der Wege segnet und eine Richtung weist, wollen wir in vier Gottesdiensten hören“, sagt Manuela Walcher, organisatorischer Kopf des Projektteams.

So sind Besucher herzlich eingeladen zu folgenden Gottesdiensten:
Sonntag, 28. Februar um 9.30 Uhr in der Christuskirche zum Thema „Orientierung auf dem Weg“.
Sonntag, 7. März um 9.30 Uhr und 11.00 Uhr in St. Martin zum Thema „Alte Wege verlassen / Neue Wege beginnen“.
Sonntag, 14. März um 10.00 Uhr in Unser Frauen zum Thema „Kraft schöpfen für den Weg“.
Sonntag, 21. März um 10.00 Uhr in der Versöhnungskirche zum Thema „Behütet und gesegnet auf dem Weg“.

Für die Gottesdienste in der Christuskirche und in der Versöhnungskirche wird um eine Anmeldung über das jeweilige Pfarramt gebeten.

„Auch Online machen wir uns als Team Gedanken und spielen täglich außer Sonntag Impulse ein“, erklärt Margit Pschorn, verantwortlich für die Öffentlichkeitsarbeit. „Über einen eingerichtete YouTube Kanal mit dem Namen Vesperkirche unterwegs setzen wir uns mit den Anforderungen die uns in diesen Tagen begegnen auseinander.“

Was bleibt ist der Blick auf 2022 – denn so es die Pandemie zulässt soll da wieder eine Vesperkirche im gewohnten Rahmen stattfinden, sind sich alle Verantwortlichen einig!

VESPERKIRCHE unterwegs abgesagt!

Lange haben die Träger und das verantwortliche Team mit sich gerungen, ob die Vesperkirche 2021 stattfinden kann. Nach dem überwältigenden Erfolg im vergangenen Jahr mit über 7000 Gästen war der große Wunsch da, auch 2021 ein Corona-konformes Angebot auf die Beine zu stellen – mit einer „Vesperkirche unterwegs“.

Aufgrund der aktuellen Entwicklungen haben sich die Verantwortlichen im Einvernehmen mit den beteiligten Kirchengemeinden nun aber doch entschieden, die Vesperkirche 2021 abzusagen. Selbst bei den größten Optimisten bleiben Zweifel, ob die Veranstaltung verantwortet werden kann.
Die Vesperkirche lebt von Kontakt, Nähe und Austausch. Das wird auch nach dem 12. Februar aufgrund der Abstands- und Hygieneregeln so nicht möglich sein.
Alle Beteiligten sind sich einig, dass es 2022 wieder eine Vesperkirche in Memmingen geben soll. Dafür werden die bisher eingegangenen Spenden zurückgelegt.
Wir danken allen Mitarbeitenden des Vesperkirchenteams, den Ehrenamtlichen und Spenderinnen und Spendern, den Kirchengemeinden Christuskirche, St. Martin, Unser Frauen und Versöhnungskirche für ihre Bereitschaft, die „Vesperkirche unterwegs“ zu planen und zu unterstützen.
Traurig über die getroffene Absage schauen wir dennoch guten Mutes in die Zukunft in der festen Überzeugung, dass wir uns bei der Vesperkirche 2022 wiedersehen und es wieder heißt: „Jeder is(s)t hier richtig!“

Ihre Dekane Claudia und Christoph Schieder und
Diakonie-Vorstand Stefan Gutermann

„Und die Vesperkirche klingt nach“

Die 1. Memminger Vesperkirche war ein voller Erfolg

Memmingen, 12.03.2020 – Fast genau auf den Tag fünf Wochen ist es her, dass die Christuskirche die Tore zur 1. Vesperkirche öffnete. Die Organisatoren wussten nicht, was passieren würde: Würden die Gäste zahlreich erscheinen, das Konzept der Gemeinschaft aufgehen, die Kosten des rein über Spenden finanzierten Projekts gedeckt werden?

Die Stimmung war immer top bei den ehrenamtlichen Mitarbeitern. (Credit: A. Zwibel)

Die Fakten rund um den Erfolg
Statt den erwarteten 300 Besuchern pro Tag, wurden im Durchschnitt täglich 500 Essen ausgegeben und der Kirchenraum war immer groß genug für Alle. Auch das Spendenbarometer ist mittlerweile an seinem Ziel angekommen. Dank der Großzügigkeit der vielen Sponsoren, Sachspender, zahlreicher Privatspender und Unterstützer konnten alle Kosten gedeckt werden.

Ein Mittagessen samt Getränken und einem Vesperpaket für nur 2 Euro? „Uns ist bewusst, dass es sich dabei um einen rein symbolischen Beitrag handelt. Aber die, die mehr geben konnten, haben das auch gemacht und so ging das Konzept der Großzügigkeit auf!“ sagt Stefan Gutermann, Diakonie Vorstand und einer der drei Träger der 1. Vesperkirche.

Geschichten die die Vesperkirche schrieb
Aber Vesperkirche war natürlich viel mehr als Essen – der große Fokus lag auf dem Thema Gemeinschaft leben, Hilfestellungen finden und leisten.

Barber Angels Präsident Claus Niedermaier bei seinem Einsatz bei der 1. Vesperkirche Memmingen. (Credit: A. Zwibel)

Da waren zum Beispiel die Barber Angels zu Besuch, die Gästen mit kleinem Geldbeutel einen kostenlosen Haarschnitt zukommen ließen. Strahlende Gesichter und ein Gefühl des Stolzes schwebten da durch den Raum. „Es braucht so wenig“, sagt Barber Angels Präsident Claus Niedermaier, „um den Menschen Würde und Selbstwert wiederzugeben. Wir waren so gerne ein Teil dieses großartigen Projekts. Und wir kommen wieder!“

Oder Herr M., der mit seinen 93 Jahren ein täglicher Gast der Vesperkirche war. Mit seiner kleinen Rente bekam er jeden Tag ein gutes Essen und konnte zahlreiche neue Bekanntschaften schließen. „Mensch Papa, deine Bäckchen sind ja runder geworden“, sagt seine Tochter, die ihn einmal begleitete.

„Ich hab hier eine Aufgabe und einen Platz gefunden. Ich wurde als Mensch jeden Tag gleichermaßen wahrgenommen“, sagt Herr T., ein ehrenamtlicher Mitarbeiter.

v.l. Dekan Christoph Schieder, Pfarrer Holger Scheu und Diakonie-Vorstand Stefan Gutermann bei der Dankveranstaltung der ehrenamtlichen Mitarbeiter.

„Wir wurden oft gefragt ob denn auch Menschen mit geringem Einkommen vor Ort waren“, erzählt Holger Scheu, Pfarrer und Hausherr der Christuskirche. „Durch die Gemeinschaft, da saß arm neben reich, Einheimischer neben Zugezogenen, jung neben alt – waren sie alle eins – Mensch!“

Vesperkirche 2021?
Natürlich steht die Frage im Raum, ob es 2021 wieder eine Vesperkirche geben wird. Dazu trifft sich das Orgateam der Vesperkirche in den nächsten Woche zu einer Klausur. Aber wenn man den Organisatoren ganz genau in die Augen sieht, dann ist da schon wieder dieses Flämmchen, das man von Anfang an sehen konnte.

Backe, backe Kuchen …

Sie backen gerne und wollen uns mit einer Kuchenspende während der Vesperkirche unterstützen. PERFEKT!
Wir brauchen dringend während der 15 Tage noch trockene (durchgebackene) Kuchenspenden.
Wenn Sie Lust haben, melden Sie sich bitte beim Empfang der Diakonie Memmingen unter 08331 758-0 oder empfang@diakonie-memmingen.de.
(Mo – Do 8.30 – 12.00 und 13.30 – 16.00 Uhr | Fr 8.30 – 14.00 Uhr)

Wichtig: Die Kuchenspenden müssen bitte mit einer Zutatenliste und der genauen Bezeichnung des Kuchens und des Bäckers versehen und am jeweiligen Tag zwischen 10 und 11Uhr abgegeben werden sollten. DANKE!